By Rolf Knippers

Genforschung, DNA, Gene und Genome, Genetik in Landwirtschaft und Medizin, in Erziehung und Psychologie - diese Begriffe sind nicht nur in der Fachwelt, sondern auch in den Feuilletons der Zeitungen, in Funk, Fernsehen und öffentlichen Debatten des 21. Jahrhunderts allgegenwärtig.

Dabei ist durchaus nicht jedem bekannt oder bewusst, dass die Genetik eine relativ junge Wissenschaft ist und erst Anfang des vorigen Jahrhunderts Gestalt annahm. Der zentrale Begriff des Gens erhielt dabei im Laufe der Jahrzehnte bis heute ständig neue und andere Bedeutungen, oft befrachtet mit allerlei Unklarheiten und Ungenauigkeiten, ja, mit Abstrusitäten, wenn guy an die Irrwege der Eugenik und an die Diskussionen um die Vererbbarkeit von Intelligenz denkt. Die Gentechnik hat weltweit zahlreiche Debatten ausgelöst, die bis heute anhalten; neue Kämpfe werden ausgefochten über Gene in Nahrungsmitteln, Gene als Rohstoffe von Wachstumsindustrien und die Möglichkeiten der immer gezielteren Eingriffe in das Erbgut bis hin zur synthetischen Biologie. Die Gene und die Genetik stehen heute genauso wie in den Jahrzehnten zuvor im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Der Rückblick auf intestine hundert Jahre Genetik enthüllt eine faszinierende Geschichte. Diese Geschichte wird im vorliegenden Buch leicht, lebhaft und intestine verständlich erzählt und in der 2. Auflage bis in die jüngste Vergangenheit fortgeschrieben. Das Werk richtet sich an Leser, die an der Entwicklung von Ideen interessiert sind, aber besonders an solche, die wissen wollen, wie und warum Gene und Genetik zu Schlüsselworten des Jahrhunderts wurden.

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Hormones and Signaling

Hormones and Signaling makes a speciality of the mechanisms of gene legislation on the mobile point. It additionally describes the activities of hormones in modulating gene legislation and animal improvement. Key gains* Glococorticoid and mineralcorticoid signaling* Orphan nuclear receptors* Nuclear receptor coactivators* Cytokines and STAT signaling* Coordination of cAMP signaling occasions via PKA anchoring* G protein-coupled extracellular Ca2+ (Ca2+0)-sensing receptor (CaR)* Pancreatic islet improvement* Genetic research of androgen receptors in improvement and illness* Antioprogestin regulable gene swap for induction of gene expression in vivo* Steroid receptor knockout version

Aboveground-Belowground Linkages: Biotic Interactions, Ecosystem Processes, and Global Change (Oxford Series in Ecology and Evolution)

Aboveground-Belowground Linkages presents the main up to date and complete synthesis of modern advances in our figuring out of the jobs that interactions among aboveground and belowground groups play in regulating the constitution and serve as of terrestrial ecosystems, and their responses to international swap.

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Ein Chromosom eines Paares stammt von der Mutter (A, B, C, D), das andere vom Vater (a, b, c, d). Aa Bb Cc Dd Bei der Reifung der Geschlechtszellen werden die ursprünglich väterlichen und ursprünglich mütterlichen Chromosomen voneinander getrennt und neu kombiniert. So entstehen sechzehn verschiedene Kombinationen. Reife Geschlechtszellen (Gameten) haben nur ein Exemplar jedes Chromosoms. Sie sind haploid. 2 Freie Kombination von ursprünglich väterlichen und ursprünglich mütterlichen Chromosomen.

Dann kam im Mai 1910 die Erleuchtung. Morgan entdeckte etwas Neues in einer der vielen Flaschen: eine einzige männliche Fliege mit weißen, statt der normalen roten Augen. Offensichtlich eine zufällige Mutation. Morgan fand das sofort enorm interessant. Er kreuzte das weißäugige Männchen mit normalen, also rotäugigen Weibchen und erhielt ausschließlich rotäugige Nachkommen. Das war leicht nach Mendel zu erklären: rotäugig war dominant, weißäugig rezessiv. So kreuzte er getrost die erste Generation von Fliegen untereinander: Tatsächlich treten neben den rotäugigen Nachkommen auch wieder weißäugige Tiere auf – aber alle weißäugigen waren alle männlich.

Dabei mag nicht deutlich werden, wir hart es war, diese Erkenntnisse zu erarbeiten. Lange und komplizierte Kreuzungsexperimente bedeuten viele Stunden am Experimentiertisch, Arbeiten bis in den späten Abend und an den Wochenenden. Morgan konnte das bald nicht mehr allein schaffen. Er brauchte Hilfe: Studenten. Unter diesen waren drei, die sich durch Intelligenz und Engagement weit vor allen anderen auszeichneten. Ja, manche Biografen meinen, dass Morgan ohne diese drei nicht zu der überragenden Figur in der Geschichte der Biologie geworden wäre.

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